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Christian Hanisch ist der Gewinner des 2. Leipziger Bewegungskunstpreises. Der Regisseur erhielt am 28. Juni im LOFFT am Lindenauer Markt die Auszeichnung für sein Theaterstück „Dreck!“, eine Inszenierung des ursprünglichen Monologs von Robert Schneider.
Die Produktion feierte ihre Premiere in den Connewitzer Cammerspielen im Dezember 2005.
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In der Begründung der Jury heißt es: „Die Jury entschied sich für die Inszenierung ‚Dreck’ der Connewitzer Cammerspiele, weil es ein atmosphärisch dicht von Christian Hanisch inszeniertes Kammerspiel voll politischer Brisanz ist. Glänzend monologisiert Schauspieler Bilal Narat zwischen Anbiederung und Ausbruch, konfrontiert den Zuschauer mit gängigen (Vor-) Urteilen über Ausländer, indem er sie als seine eigenen verkauft.“
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Die Inszenierung
„Dreck!“ thematisiert Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland. Dabei geht Christian Hanisch einen etwas eigenen Weg und betrachtet diese Problematik mit den Augen eines Ausländers.
Ein Mann, eine Bühne und ein Strauß Rosen bilden den Anfang des Stücks. Der Mann beginnt zu reden, schimpft auf sich und alle Ausländer in Deutschland. Poesievoll und provozierend direkt beschreibt er sein Leben in einer deutschen Stadt, seine Erfahrungen mit dem Fremdsein und der Verachtung. Er macht sich immer mehr zum Sündenbock, indem er sich die absurdesten Vorurteile aneignet. Er wird zum perfekten Ausländerhasser, deutscher als alle Deutschen. Und nur er selbst steht sich immer wieder im Wege: Er, Sad, Araber und Rosenverkäufer.
Das Stück arbeitet mit Schlagzeugeinspielungen von Sonja Kietzke.
Darsteller: Bilal Narat. |
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Der Preisträger
Christian Hanisch wurde am 6. Februar 1977 in Erfurt geboren. Er studierte von 1996 bis 2005 an der Universität Leipzig Ethnologie und Kommunikations- und Medienwissenschaften.
Seit 2000 ist er als Regisseur hauptsächlich für die Conne
witzer Cammerspiele tätig und inszenierte unter anderem „Love Letters“, „Die Zoogeschichte“, „GOTT“ und „Hotel California“.
2002 war Hanisch Regieassistent bei Christian Sengewalds Produktion „Schläfer“ am Thalia Theater Halle und erhielt im gleichen Jahr mit dem Text „Hydrophan“ den Preis des 19. Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen.
Zur Zeit inszeniert er „Die Vögel“ von Aristophanes für das von der „theaterbaustelle“ organisierte Regieduell. Premiere ist im August 2006.
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