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Preisträger 2012
Preisträger 2011
Preisträger 2010
Preisträger 2009
Preisträger 2008
Preisträger 2007
Preisträger 2006
Preisträger 2005 |
Der Regisseur Volker Insel erhielt für seine Inszenierung des Theaterstücks „Der Gott des Gemetzels“ den 4. Leipziger Bewegungskunstpreis. Aus insgesamt 17 Bewerbungen wählte die Fachjury, bestehend aus fünf Leipziger Kulturexperten und Medienvertretern, diese Produktion aus. Überreicht wurde der mit 5.000 Euro dotierte Förderpreis bei der feierlichen Verleihung am 26. Juni 2008 im LOFFT (Lindenauer Markt). |
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In der Begründung der Jury heißt es:
Dieses Verschränken von Spießigkeit mit unausgelebter Aggression, von Selbstbeherrschung mit Ausbruch, von falschem Selbstbild mit Wahrheit, von verborgenem Scheitern mit Scheinheiligkeit macht großen Spaß und ist zugleich schwarzhumoriges Psychogramm verschiedener Lebensentwürfe. Der neue Bewegungskunstpreisträger ist schmerzfrei-elegant in den Spagat gegangen, in einen Spagat aus Tragödie und Komödie mit doppeltem Boden: unter dem Jux lauert die Entlarvung, unter der Komik das Bittere und umgekehrt. Eine Inszenierung voller Spielwitz mit hervorragenden Schauspielern, bei der das Tempo zunimmt und die das Publikum mitreißt.
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Die Inszenierung
In „Der Gott des Gemetzels“, einem Theaterstück von Yasmina Reza, treffen sich zwei Elternpaare zu einem scheinbar harmlosen Gespräch, um eine Schlägerei ihrer Söhne zu diskutieren und aus der Welt zu räumen. Der elfjährige Ferdinand Reille hat den gleichaltrigen Bruno Houillé in der Schule verprügelt und ihm dabei zwei Schneidezähne herausgeschlagen. Véronique und Michel Houillé wollen diesen Zwischenfall mit Annette und Alain Reille wie zivilisierte Menschen regeln und aus der Welt räumen.
Die Unterhaltung beginnt harmlos. Die Eltern geben sich schuldbewusst, sind um eine friedliche Übereinkunft bemüht und zur Vergebung bereit. Nach und nach treten jedoch die Schwachpunkte der einzelnen Lebensläufe zum Vorschein und allmählich kippt die Stimmung. Das Gespräch wird zunehmend aggressiver. Die Situation eskaliert und beide Paare lassen schließlich ihre eleganten Wohlstandsmasken fallen.
Es spielen: Tilla Kratochwil (Véronique Houillé), Stephan Thiel (Alain Reille), Karin Werner (Annette Reille), Armin Zarbock (Michel Houillé)
Regie: Volker Insel
Regieassistenz: Christiane Müller
Bühne: SK Sachensucher
Kostüme: Norbert Ballhaus
Grafik: Thomas M. Müller
(Foto: INSELbühne)
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Der Preisträger
Volker Insel wurde am 23. Juni 1965 in Brandenburg a.d. Havel geboren. Er studierte von 1987 bis 1994 Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Leipziger Theaterhochschule „Hans Otto“ sowie an den Universitäten Leipzig und Wien. Noch vor dem Abschluss seines Studiums entstand 1989 unter seiner Mitwirkung die Leipziger INSELbühne. Als Mitbegründer übernimmt er dort seit 1993 Regiearbeiten für verschiedene Stücke, u.a. „Spiel der Illusionen“ von Pierre Corneille, „Wie es Euch gefällt“ von William Shakespeare und „Ein Monat auf dem Lande“ von Iwan Turgenjew.
Seit 2002 arbeitet Volker Insel zudem als Autor und Regisseur im Auftrag des Leipziger Krystallpalast-Varietés, des Schauspielhauses Leipzig und des Leipziger Kabaretts „Akademixer“. Neben Internationalen Varietéshows und Dinnershows für das Krystallpalast-Varieté verwirklichte er für das Schauspielhaus Leipzig das Stück „Sommertheater oder ein Probeschuss für den Freischütz“ (2003) und für die Akademixer die Komödie „Nicht auflegen – ein Callcenter macht dicht“ (2006) sowie das Programm „Degeneration“ (2007). Über seine Autorentätigkeit und Arbeit als Theaterregisseur hinausgehend, ist Volker Insel freiberuflich für den Hörfunk des MDR und als Fernsehjournalist tätig. So entstand für den Sender 3sat 2003 der Dokumentarfilm „Russenzirkus is voll krass“.
(Foto: Armin Zarbock) |
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Die Preisverleihung
Den mit 5.000 Euro dotierten Preis vergab eine Fachjury aus fünf Leipziger Kulturexperten. Hauptförderer des Leipziger Bewegungskunst e.V. sind Leipziger Rundschau, SachsenSonntag und deren Kunden.
Unterstützt wurde die Preisverleihung außerdem vom Lofft im Theaterhaus am Lindenauer Markt. Besonderer Dank an die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig und deren Fachbereich Medien. Für die Kooperation und Erstellung des Filmmaterials zu allen Bewerberproduktionen dankt der Leipziger Bewegungskunst e.V. insbesondere Prof. Dr. Uwe Kulisch, Dekan des Fachbereiches, und Prof. Dr. Bernhard Wutka sowie seinen Studenten/-innen Tobias Berger, Leonore Rost, Paul Flemming, Sebastian Gomon, Patrick Dielefeld, Manuela Staudte, Stefan Kießling, Ulf Wogenstein, Sebastian Löffler und Robert Pritzkow. |
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